Opinn Skjold e.V.

Die wichtigsten Meilensteine der Vereinsgeschichte

 

1970er Jahre: Die Zusammenarbeit von Experimentalarchäologen und geschichtsinteressierten Laien beginnt. Harm Paulsen, der sich intensiv mit der Rekonstruktion historischer Techniken wie dem Bogen und Pfeilbau beschäftigt, bildet den Kern dieser Bewegung.

 

 

1978: Die Wikingergruppe Opinn Skjold wird im Raum Schleswig gegründet. Das Ziel ist es, historische Vorgänge nicht nur zu theoretisieren, sondern durch eigene Experimente praktisch nachzuvollziehen (Living History / Gelebte Archäologie)

 

1986: Der Verein initiiert die ursprünglichen „Wikingertage“ in Schleswig, die sich zunächst um die Living-History-Präsentation der Gruppe drehen.

 

1996: Aufgrund zunehmenden Kommerz- und Event-Charakters bei den großen Wikingerfesten zieht sich Opinn Skjold mit seinem Lagerleben bewusst zurück, um die reine, wissenschaftlich fundierte "Rückbetrachtung" und Einfachheit zu pflegen.

 

2004: Mitglieder des Vereins arbeiten eng mit den Schleswiger Werkstätten zusammen und bringen ihr Fachwissen ein, um den Nachbau des Wikingerschiffs „Sigyn“ fertigzustellen.

 

2005: Es erscheint eine umfangreiche wissenschaftliche Publikation in den Kieler Blättern zur Volkskunde, welche die Aktivitäten von Opinn Skjold als bedeutendes Beispiel der Living History in der Freizeitkultur analysiert.

 

2006: Die Gruppe präsentiert ein lebendiges Wikingerlager entlang der historischen Stätte des Danewerks, um die Geschichte für Besucher greifbar zu machen.

 

2008: Gruppen-Gründer Harm Paulsen wird für seine Verdienste um das geschichtliche Erbe und sein Engagement bei Opinn Skjold mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein geehrt.

 

2011: Die Arbeit der Gruppe wird auf Bundesebene gewürdigt. Harm Paulsen erhält den renommierten Deutschen Archäologiepreis.

 

2015: Opinn Skjold und ihre Mitglieder engagieren sich maßgeblich in archäologischen Projekten. Mitglieder der Gruppe sind beispielsweise aktiv in den Bau des Wikingerbootes Erik Styrimathr involviert, welches durch das Wikinger Museum Haithabu und lokale Stiftungen gefördert wird.

 

2017: Opinn Skjold begleitet und transportiert den Nachguss der Haithabu-Glocke mit dem Wikingerboot „Erik Styrimathr“ über die Treene und die Nordsee auf dem historischen Wasserweg nach Ribe. 

 

Gegenwart: Die Gruppe besteht weiterhin fort. Gründer Harm Paulsen ist inzwischen einer der bekanntesten Experimentalarchäologen, bekannt u.a. durch seine Forschungen zu Ötzi, wobei die Gruppe auch weiterhin als gefragter Experte für gelebte Geschichte im Norden gilt, und ist regelmäßig bei Veranstaltungen im Umfeld der Wikingerstätten wie dem Danewerk oder dem Wikinger Museum Haithabu anzutreffen.